Astrophysik und Theologie: Ein Dialog

Dr. Andreas Losch 

 
 


Was hat Theologie bezüglich möglichem Leben jenseits unseres Planeten zu sagen? Oder, um etwas "bodenständiger" zu fragen, was kann die Theologie zu einem Konzept der planetaren Nachhaltigkeit, welches unsere Weltraumumgebung einschliesst, beitragen? Dies sind Fragen, die der Referent im Dialog mit Weltraumwissenschaftlern der Universität verfolgt hat. Er wird uns Einblicke in seine Forschung und in die Geschichte der Beziehung zwischen Astrophysik und Theologie geben. 

2017 feierten die evangelischen Kirchen 500 Jahre Reformation. Andreas Osiander, einer der wichtigsten Vertreter der Reformation, sorgte für die Herausgabe des revolutionären Buches von Nikolaus Kopernikus. Ein Jahrhundert später förderten Kepler und Galilei das heliozentrische System, beides (wie damals üblich) fromme Christen. Nur aufgrund populärer Besteller des Kulturkampfes im 19. Jahrhundert neigen wir dazu, die Bedeutung des jüdisch-christlichen Erbes für die Entwicklung der Wissenschaft zu vergessen. Man könnte meinen, dass spätestens mit der Erklärung von Laplace er würde "die Gott-Hypothese nicht mehr benötigen", der gegenseitige Austausch zwischen Wissenschaft und Theologie endete, aber tatsächlich trifft dies nicht zu. Der Fall der Entwicklung der "Big Bang" - Theorie ist ein Paradebeispiel für ein fruchtbares Zusammenspiel von Wissenschaft, Philosophie und Theologie im 20. Jahrhundert. 



VORTRAG
26. Juli 2019
Beginn um 18.30 Uhr
Kirchgemeindehaus Lenk, Rawilstrasse 7, 3775 Lenk