Hochwasserrisiko gestern, heute und morgen

Markus Mosimann 

 
 


In der Schweiz verursachen Hochwasserereignisse immer wieder Schäden in Millionenhöhe und sind für mehr als zwei Drittel aller durch Naturereignisse verursachten Schäden schuld. In den vergangenen 40 Jahren waren im Schnitt vier von fünf Gemeinden betroffen und rund jede siebte Person wohnt aktuell in einer von Hochwasser gefährdeten Zone. 

Rückblickend ist das Hochwasserrisiko in der Schweiz alles andere als statisch. Siedlungswachstum, flussbauliche Massnahmen bzw. die gewählten Strategien im Risikomanagement machen aus diesem eine dynamische Grösse. 

Ein für die Zukunft bedeutungsvoller Risikotreiber kann auch der Klimawandel sein. Heutige Annahmen gehen davon aus, dass die erhöhte Zunahme von Feuchtigkeit durch eine wärmer werdende Atmosphäre häufiger und stärker zu Starkniederschlägen und folglich auch vermehrt zu Überschwemmungen, bzw. Hochwasserschäden führen wird. Der Vortrag zeigt auf, wo sich in der Schweiz die grössten „Hochwasser-Hotspots“ befinden und blickt anhand eines Fallbeispiels auf die Dynamik des Hochwasserrisikos. 

Markus Mosimann forscht zu Hochwassergefahren in der Schweiz und ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Geographischen Institut der Universität Bern, Mobiliar Lab für Naturrisiken.


VORTRAG
20. Juli 2020 
Beginn um 18.30 Uhr
Mehrzweckhalle Lenk, Schulhausstrasse 2, 3775 Lenk